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ANGST / Angststörung

Für den psychotherapeutischen Zusammenhang macht es zuerst einmal Sinn zwischen Angst als Angst - Reaktion, also als sinnvollen biologischen Mechanismus und der Angst - Störung, als eine inadäquate Erscheinungsform desselben zu unterscheiden.
Neurobiologen benennen das Phänomen Angst oft als sogenannte "Streßreaktion" und meinen jene biologischen Mechanismen, die in Gang gesetzt werden, wenn ein Organismus bedroht wird. Sie sorgte ursprünglich dafür, lebensbedrohliche Situationen mit geeigneten Mitteln, wie Flucht oder Kampf, zu überstehen.

Schwierig wird es dann, wenn die Situation nicht in angemessener Zeit "bereinigt" werden kann, sondern so lange andauert, bis die biologischen Konsequenzen der Reaktion selbst schädigend werden. Diese Reaktion tritt zusätzlich "leider" auch dann ein, wenn die Gefahr keine rein Äußere, sondern eine vorgestellte Innere ist (Probehandeln). In beiden Fällen versuchen wir die Beunruhigung unseres "Alltags" durch geeignete Antworten auf diese störenden, neuen Reize wieder unter Kontrolle zu bekommen und diese Erfahrungen unserem inneren "Schatz" an Reaktionsmöglichkeiten hinzuzufügen. Wenn das gelingt, haben wir etwas gelernt.
Wenn nicht, brauchen wir Hilfe. Haben wir die auch nicht und finden somit keine Möglichkeit unsere aktivierte "Energie" zu richten und auszubalancieren, dann entwickelt sich der ganze Prozess zu einer Angst- störung.

Und damit sind wir beim Thema im Bezug auf die Psychotherapie angelangt.

Wie ist denn das Auftreten von Angststörungen in unserer heutigen Welt erklärbar, in der wir ja selten, aber vor allem selten dann, wenn wir gerade Panikattacken erleiden biologisch wirklich bedroht sind ?

Menschen sind Beziehungs - Wesen von Anfang an. Und zwar wirklich "von Anfang" an, denn das Beziehungsspiel beginnt schon im Mutterleib. Als "Langsamentwickler" und "Herdentier" sind wir von unserer Basis an von Beziehung abhängig. Somit ist jede Störung unserer Beziehungen eine potentielle Gefahrenquelle. Dies trifft umso mehr dann zu, wenn wir am hilflosesten sind. Genau das sind wir an der Basis unseres Lebens. (…und oft gegen Ende desselbigen, aber dazu soll an anderer Stelle etwas gesagt werden.). Wenn eben an dieser Basis die Beziehungsgestaltung nicht so ist, wie wir das brauchen, ist Grund für erheblichen Streß gegeben. Finden wir, im Kontext mit der Mutter oder dann später mit anderen Beziehungspersonen keine geeigneten Möglichkeiten mit diesem Strress umzugehen, ihn zu bewältigen, müssen wir Notlösungen finden, die es uns zumindest ermöglichen die ganze Sache irgendwie "auszuhalten". Die sind, je früher das auftritt, nahezu ausschließlich körperlicher Natur, durch Anspannung der Muskulatur etc.. Erst später kommen kognitive Strategien hinzu.

Was hier neurobiologisch abläuft ist, so finde ich, anschaulich bei Gerald Hüther beschrieben. (i.E. Die Biologie der Angst, Verlag: Sammlung Vandenhoeck.).

Wie auch durch die Neurobiologie beschrieben lernen wir immer anknüpfend an jene Erfahrungen hinzu, die wir bereits gemacht haben und bekommen somit mit jedem "in dieselbe Kerbe schlagenden" Erlebnis, eine gewisse "Richtung" der Entwicklung. Es entsteht anhand dieser "Kerbe" eine charakteristische "Art des Seins", eine bestimmtes Bild, eine Anschauung, wie wir die Dinge erleben, unser eigenes unbewusstes und bewusstes Weltbild. Ident dazu entsteht aufgrund unseres körperlichen Ausdruckes auch eine charakteristische Haltung, die sich natürlich entlang der Muskelspannung und des Gewebeaufbaus orientiert.
Da unser "Mensch - Sein" uns auch recht ähnliche Erlebnisse beschert und ja auch in zeitliche und kulturelle Moden und Strömungen eingebettet ist, ist es natürlich auch so, dass diese oft sehr spezifischen Ausformungen der "Kerbe" eben auch viele Gemeinsamkeiten haben. Somit entstehen gewisse "Grundmuster", die man erkennen kann und viele subjektive "Spielarten" davon.

Wilhelm Reich hat diese Grundmuster "Charakterstrukturen" genannt. Es gibt aber sicher unzählige Namen dafür, die im Grunde dasselbe meinen - eine bestimmte, charakteristische Art des "So - Seins" einer Person, die sich aufgrund seiner Lebenserfahrung entwickelt hat und die einerseits einzigartig ist, die er aber in Grundzügen mit anderen Menschen gemein hat. Die außen sichtbare Erscheinung, das körperliche Abbild, nannte Reich die Charakterpanzerung. Inzwischen ist aber klar, dass der gesamte Organismus als Einheit diesen "Charakter" darstellt. (z.b. in den Gelenken. Siehe hierzu die "Gelenkarbeit" von Dr. Peter Bolen als Technik in der Emotionalen Reintegration"Emotionale Reintegration: Eine von Dr. Peter Bolen entwickelte Methode der körperorientierten Psychotherapie (EABP)." oder über die Verdauungsorgane und Körperflüssigkeiten, erkennbar in der Biodynamik"Biodynamik: Eine von Gerda Boyesen entwickelte Methode der körperorientierten Psychotherapie (EABP)." von Gerda Boyesen.) Der "Muskelpanzer" ist nur ein Aspekt davon, wenn auch ein therapeutisch wichtiger.
Diese "Charakterstrukturen" zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur für bestimmte Beziehungsszenarien "funktionierende" Antworten besitzen, also kaum flexibel sind, weil andere Möglichkeiten des Wachstums aufgrund der stressbedingten Spezialisierung nicht entwickelt oder geübt werden konnten. Deshalb müssen solche Menschen andere Erfahrungsdimmensionen entweder ausblenden oder umdeuten und somit "außerhalb der realen Beziehung" agieren. Gelingt dies, fällt es der Person selbst nicht weiter auf (Realitätstunnel). Gelingt dies aber aus irgendwelchen Gründen nicht mehr, dann beginnt die oben beschriebene Stressreaktion erneut mit ungewissem Ausgang.
Die Reaktionen darauf sind mannigfaltig. Je nach Charakterstruktur und "frühe" der Störung, haben wir die Möglichkeit uns mit unseren Mitteln, unsere "Energie", nach Aussen zu richten oder aber uns in uns zusammenzuziehen, und uns "eng" zu machen = angustia / Enge - also "gehörig" und "beständig" Angst zu bekommen.

Was tut man nun dagegen ?

Dreierlei (Vereinfacht). Zuerst ist es von Nutzen, den Druck der Angst zu nehmen, indem man die gestaute "Energie", die an der "Panzerung" gestauten Gefühle, der Person zum "Fließen" bringt. Also, indem man durch das Schaffen einer ausreichend geschützten Atmosphäre und Haltung den Klienten dazu einlädt, Vertrauen zu fassen und seine Gefühle von Schmerz, Trauer, Wut etc.. "herauszulassen".
Dies kann meist nur dann ausreichend geschehen, wenn auch geholfen wird, die charakteristischen körperlichen Spannungsmuster zu lockern um eine "energetische" Katharsis zu erreichen.
Kurz gesagt: BEZIEHUNG und BERÜHRUNG.
Die "richtige" und für den Klienten langwierigste Arbeit beginnt erst dann, wenn das "Symptom" verschwunden oder nahezu verschwunden ist. Dann geht es nämlich darum, die Charakterstruktur zu bearbeiten, die sich ja sofort nachdem der "Druck" abgelassen ist restrukturiert, weil der Leidensdruck jetzt "weg" ist. Man kann also, so meint oft der Klient, zur "Normalität" übergehen. Jene Normalität, die zu dem Zustand geführt hat, mit dem er gekommen ist. Er ist eben oft noch mit seiner "alten Haut" identifiziert, hat oft noch keine fundierte neue Möglichkeit gefunden, nachzureifen. Jetzt geht es darum, die Beziehungsarbeit zu leisten, indem man an die Basis der Störung zurückkehrt, also "aufdeckt" was ursächlich zu der Ausformung des Charakters geführt hat, dieses erkennbar macht und ….
.. damit beginnt korrektive Erfahrungen anzubieten, die aufgrund ihrer emotionalen Tiefe aufrütteln und so lange wiederholt und durchgearbeitet werden müssen, bis der Klient soweit gestärkt ist, dass seine Selbstheilungskräfte = die Fähigkeit selbständig adäquate flexible Antworten auf Stressoren zu finden, wieder im vollen Umfang funktionieren.

Die Methoden damit zu arbeiten sind Legion, und ich kann hier nur einen Ausschnitt aufzählen: Körperarbeit im Allgemeinen, Vegetotherapie, Urschreitherapie, Emotionalen Reintegration"Emotionale Reintegration: Eine von Dr. Peter Bolen entwickelte Methode der körperorientierten Psychotherapie (EABP)." , Bioenergetik, Biodynamik"Biodynamik: Eine von Gerda Boyesen entwickelte Methode der körperorientierten Psychotherapie (EABP)." , Biosynthese, Embodiment, Hakomi, Gestalttherapie, Psychodrama, Skan, Core Energetik, Integrative Körperpsychotherapie, Organismische Psychotherapie, Unitive Körperpsychotherapie etc ...

Einen Überblick über den Umgang der verschiedenen Methoden mit dem Thema Angst finden sie hier

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